Die Klarinette ist ein vielseitiges Holzblasinstrument mit einer reichen Geschichte und großer Bedeutung in der klassischen Musik sowie in verschiedenen Volksmusiktraditionen. Hier sind 10 interessante Fakten über die Klarinette, die sich hauptsächlich auf Deutschland und teilweise auf Europa und die weltweite Verbreitung beziehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Die Klarinette wurde um 1700 in Deutschland erfunden (Klexikon)
- 2 Der Name „Klarinette“ leitet sich vom italienischen „clarinetto“ ab (Wikipedia)
- 3 Die Klarinette hat einen Tonumfang von ungefähr vier Oktaven (Wikipedia)
- 4 Es gibt zwei Hauptgriffssysteme für Klarinetten: das Böhm-System und das deutsche System (Reisser Musik)
- 5 Die B-Klarinette ist das am häufigsten verwendete Modell (Die Klarinetten)
- 6 Die Klarinette besteht aus fünf Teilen (Wikipedia)
- 7 Klarinetten werden hauptsächlich aus Grenadillholz hergestellt (Klexikon)
- 8 Wolfgang Amadeus Mozart schrieb bedeutende Werke für die Klarinette (Klexikon)
- 9 Die Klarinette ist in vielen nationalen Musikstilen fest integriert (Die Klarinetten)
- 10 Die Dynamik der Klarinette reicht von praktisch unhörbar bis sehr laut (Die Klarinetten)
- 11 Die Klarinette hat einen charakteristischen Klangunterschied zwischen den drei Registern (Musikschule Fürth)
- 12 Das Rohrblatt der Klarinette besteht meist aus Arundo donax, einer Schilfart (Yamaha)
- 13 Die Klarinette wird in der Klezmer-Musik häufig als Soloinstrument eingesetzt (BR Klassik)
- 14 Der Klarinettist Anton Stadler inspirierte Mozart zu seinem berühmten Klarinettenkonzert (MDR Kultur)
- 15 Die Klarinette hat einen Tonumfang von über drei Oktaven (Musik Akademie Liechtenstein)
- 16 Es gibt spezielle Klarinetten für Kinder, die „Kinderklarinetten“ genannt werden (Musikschule Gütersloh)
- 17 Die Klarinette ist ein transponierendes Instrument (Musikschulen Schleswig-Holstein)
- 18 Die Klarinette wird auch in der türkischen Volksmusik verwendet (Landesmusikrat Berlin)
- 19 Die Bassettklarinette ist eine spezielle Form der Klarinette mit erweitertem Tonumfang (Musik Akademie Liechtenstein)
- 20 Die Klarinette wird oft als „Chamäleon des Orchesters“ bezeichnet (BR Klassik)
Die Klarinette wurde um 1700 in Deutschland erfunden (Klexikon)
Als Erfinder gilt Johann Christoph Denner aus Nürnberg. Er entwickelte ein Holzblasinstrument mit einer Klappe, das besonders hohe Töne erzeugen konnte und wie eine kleine Clarino-Trompete klang.
Der Name „Klarinette“ leitet sich vom italienischen „clarinetto“ ab (Wikipedia)
„Clarinetto“ bedeutet „kleine Clarin-Trompete“. Dies bezieht sich auf den ähnlichen Klang der Klarinette im hohen Register im Vergleich zur hohen Clarin-Trompete, deren Funktion sie im 18. Jahrhundert teilweise übernahm.
Die Klarinette hat einen Tonumfang von ungefähr vier Oktaven (Wikipedia)
Dies macht sie zu einem der vielseitigsten Blasinstrumente. Der große Tonumfang ermöglicht es Komponisten, die Klarinette in verschiedenen musikalischen Kontexten einzusetzen.
Es gibt zwei Hauptgriffssysteme für Klarinetten: das Böhm-System und das deutsche System (Reisser Musik)
Das Böhm-System dominiert weltweit, während das deutsche System hauptsächlich im deutschsprachigen Raum verwendet wird. Die Systeme unterscheiden sich in der Klappenmechanik und der Griffweise.
Die B-Klarinette ist das am häufigsten verwendete Modell (Die Klarinetten)
Wenn allgemein von „der“ Klarinette gesprochen wird, ist meist die B-Klarinette gemeint. Sie ist etwa doppelt so groß wie eine übliche Sopran-Blockflöte und wird in verschiedenen Musikgenres eingesetzt.
Die Klarinette besteht aus fünf Teilen (Wikipedia)
Diese Teile sind: Mundstück, Birne, Oberstück, Unterstück und Schallbecher. Diese Bauweise erleichtert die Herstellung, den Transport und die Wartung des Instruments.
Klarinetten werden hauptsächlich aus Grenadillholz hergestellt (Klexikon)
Dieses schwarze Holz kommt aus Afrika und wird wegen seiner Härte und Dichte geschätzt. Die Klappen bestehen meist aus Neusilber, einer Legierung aus Kupfer, Zink und Nickel.
Wolfgang Amadeus Mozart schrieb bedeutende Werke für die Klarinette (Klexikon)
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts komponierte Mozart mehrere Konzerte für Klarinette. Dies zeigt die zunehmende Bedeutung des Instruments in der klassischen Musik dieser Zeit.
Die Klarinette ist in vielen nationalen Musikstilen fest integriert (Die Klarinetten)
Obwohl die Klarinette ein relativ junges Instrument ist, wird sie in vielen Ländern als traditionelles Instrument angesehen. Sie hat in manchen Regionen sogar ältere, einheimische Instrumente verdrängt.
Die Dynamik der Klarinette reicht von praktisch unhörbar bis sehr laut (Die Klarinetten)
Kein anderes Blasinstrument kann leiser einsetzen, und selbst in einer lauten Bigband geht die Klarinette nicht unter. Diese Vielseitigkeit macht sie zu einem beliebten Instrument in verschiedenen Ensembles.
Die Klarinette hat einen charakteristischen Klangunterschied zwischen den drei Registern (Musikschule Fürth)
Dieser Unterschied ist bei keinem anderen Blasinstrument so deutlich ausgeprägt. Die drei Register umfassen die tiefe, mittlere und hohe Tonlage, was der Klarinette eine besondere klangliche Vielseitigkeit verleiht.
Das Rohrblatt der Klarinette besteht meist aus Arundo donax, einer Schilfart (Yamaha)
Diese Schilfart wird speziell für Musikinstrumente angebaut. Die Qualität des Rohrblatts hat einen erheblichen Einfluss auf den Klang und die Spielbarkeit der Klarinette.
Die Klarinette wird in der Klezmer-Musik häufig als Soloinstrument eingesetzt (BR Klassik)
In der jüdischen Volksmusik übernimmt die Klarinette oft die Rolle der menschlichen Stimme und imitiert Lachen, Weinen und andere Emotionen.
Der Klarinettist Anton Stadler inspirierte Mozart zu seinem berühmten Klarinettenkonzert (MDR Kultur)
Mozart schrieb das Konzert in A-Dur (KV 622) im Jahr 1791 speziell für Stadler und dessen neu entwickelte Bassettklarinette.
Die Klarinette hat einen Tonumfang von über drei Oktaven (Musik Akademie Liechtenstein)
Dies macht sie zu einem der vielseitigsten Blasinstrumente. Der genaue Tonumfang variiert je nach Bauart und Können des Spielers.
Es gibt spezielle Klarinetten für Kinder, die „Kinderklarinetten“ genannt werden (Musikschule Gütersloh)
Diese sind kleiner und leichter als normale Klarinetten und ermöglichen es Kindern ab etwa 6 Jahren, mit dem Klarinettenspiel zu beginnen.
Die Klarinette ist ein transponierendes Instrument (Musikschulen Schleswig-Holstein)
Das bedeutet, dass die notierten Noten nicht den tatsächlich erklingenden Tönen entsprechen. Bei der B-Klarinette klingt der notierte Ton C als B.
Die Klarinette wird auch in der türkischen Volksmusik verwendet (Landesmusikrat Berlin)
In der türkischen Tradition wird eine spezielle G-Klarinette verwendet, die einen charakteristischen Klang erzeugt und oft in traditionellen Ensembles zu finden ist.
Die Bassettklarinette ist eine spezielle Form der Klarinette mit erweitertem Tonumfang (Musik Akademie Liechtenstein)
Sie wurde im 18. Jahrhundert entwickelt und kann vier Halbtöne tiefer spielen als eine gewöhnliche Klarinette. Mozart schrieb sein Klarinettenkonzert ursprünglich für dieses Instrument.
Die Klarinette wird oft als „Chamäleon des Orchesters“ bezeichnet (BR Klassik)
Aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit kann die Klarinette in verschiedenen musikalischen Kontexten eingesetzt werden und sich klanglich an unterschiedliche Stile anpassen.